Mary Roos beim Hegau-Bodensee Open-Air Festival
Diese Frau erscheint uns einfach perfekt: MARY ROOS -sympathische Powerfrau und musikalische Ausnahmeerscheinung. Doch um diesen Eindruck gleich zu relativieren präsentiert sie uns auf der ersten Promotionsingle ihres neuen Albums den Song „Nobody`s Perfect“ mit dem sie klarstellt: „Nur wer Fehler macht, wird richtig gut“! Gerade diese Gelassenheit, das Leben so zu nehmen, wie es ist und auch mal „Fünfe gerade sein zu lassen“ macht sie uns so sympathisch. Ob sie bei „Ina´s Nacht“ singt und tanzt, dass sich die Balken der kleinen Fischerkneipe biegen oder ihr in der Talkshow unseres Wetterexperten Kachelmann vor lauter Lachen über sich selbst die Schminke verläuft oder sie in Florian Silbereisens „Winterfest“ Andy Borg auf Schlittschuhen „abschleppt“ – Mary macht überall eine gute Figur und bringt frische Spontanität in die so „wichtige“ Welt der Promis.
Als Freundin oder „Kumpel“ könnten wir sie uns vorstellen, eine Frau, mit der man Pferde stehlen kann. Aber ebenso könnten wir sie zur „Stimme des Volkes“ wählen, denn sie ist eine Frau, die immer ein Ohr hat für die kleinen Leute außerhalb des Rampenlichts -eine, die es versteht, in ihren Liedern die ganz normalen Probleme des Alltags auf den Punkt zu bringen, eine, die uns mit ihren Liedern berührt. So auch auf ihrem neuesten Werk, das sie „Gezeiten“ genannt hat. Vielleicht weil sie das Meer liebt, den Wind und das Gefühl von Freiheit. Sie spricht uns aus der Seele, wenn sie sich „Weit weit weg“ auf eine Insel wünscht
oder dank menschlicher Wärme ein „Licht am Horizont“ sieht oder im Winter die „Frühlingszeit“ herbeisehnt.
In Bingen geboren ist sie heute populäre Repräsentantin ihrer Wahlheimat Hamburg, der sie, nachdem „Hamburg im Regen“ schon als Klassiker gilt, auf diesem Album wiederum ein Lied wie eine Liebeserklärung gewidmet hat. Titel wie „Die Welt ist ein Wunder“, „So viel Glück“ oder „Leben so, wie es ist“ belegen zudem ihre positive Lebenseinstellung, auch wenn beim letzten Song ihres Albums „Wo sind all die Jahre nur geblieben“ ein bisschen Wehmut aufkommt. Aber auch das ist Mary: Erinnerungen sind wichtig für den Blick nach vorn!
Deshalb erinnern wir uns gern an ihren ersten großen Chart-Hit „Arizona Man“, der 1970 ihre, mit zarten 9 Jahren begonnene, musikalische Karriere beschleunigte. Sie schaffte den Sprung auf internationale Bühnen neben Weltstars wie Sascha Diestel, Barbra Streisand oder Jaques Brel. Die Franzosen verehrten sie als erfolgreiche Chanson-Sängerin. Als erste
Deutsche trat sie im Pariser „Olympia“ auf und sogar die Amerikaner luden die Sängerin als ersten deutschen Gast in ihre „Muppet-Show“ ein. Beim Grand Prix Eurovision vertrat sie gleich zweimal ihr Heimatland Deutschland mit den Titeln „Aufrecht geh´n“ und „Nur die Liebe lässt uns leben“. Damit schrieb sie Musikgeschichte.
Die 80er bescherten ihr mit Bohlen-Songs wie „Ich bin stark nur mit Dir“ oder „Keine Träne tut mir leid“ weitere Charterfolge bevor sie eine künstlerische Schaffenspause einlegte. Aber schon bald meldete sich Mary in den 90ern mit dem Hoffmann & Hoffmann-Song „Rücksicht“ wieder zurück auf die Bühne. Mit dem Cher-Cover „Leider lieb ich Dich immer noch“ (deutsche Version von „Believe“) landete sie kurz darauf einen erfolgreichen Charthit. Weitere tanzbare Ohrwürmer aus ihren Erfolgsalben „mittendrin“ und „Achterbahn“ wie „Schau Dich nicht um“, „Vorsicht zerbrechlich“, „Wir fahr´n Achterbahn“ oder auch der Kultsong „Einmal um die Welt“ folgten. Auf ihren letzten beiden CDs „Leben“ und „Hautnah“ präsentierte sie mit „Zurück zu mir“, „Zu schön um wahr zu sein“, „Es ist immer jetzt“, „Hautnah will ich leben“ oder der wunderschönen Ballade „Mein Sohn“ vor allem sehr lebensnahe Songs, die ihre menschliche Reife eindrucksvoll widerspiegelten.
Mary Roos Kunst ist es, sich in keine Schublade pressen zu lassen, das ist ihr einfaches Erfolgsrezept. Ob Balladen, Schlager, Pop-Songs oder sogar Jazz-und Swing-Nummern, ihre Bandbreite scheint unerschöpflich.
Weitere Infos zu MARY ROOS unter www.mary-roos.de |